120 Jahre Sharing Economy in Charlottenburg


Carsharing-Anbieter und Repair Cafés sind Ausdruck einer aufkommenden Mentalität, der sogenannten „Sharing Economy“. Der Begriff wurde erstmals 2008 definiert und beschreibt beispielsweise das Teilen von Gegenständen und Räumen mit anderen. Die Idee, Dinge nicht immer individuell besitzen zu müssen, findet immer mehr Anklang in der Gesellschaft und Resonanz in der Presse. In Charlottenburg war die Sharing Economy schon vor 120 Jahren modern:
Am 03. Januar 1898 wurde die „Städtische Volksbibliothek und Lesehalle der Stadt Charlottenburg“ im Alten Schulhaus in der heutigen Gierkezeile eröffnet. Damals standen den Nutzerinnen und Nutzern 8.000 Bücher zur Verfügung, die von Beginn an rege genutzt wurden. Im ersten Jahr nach der Eröffnung wurden bereits 47.000 Entleihungen getätigt. Seitdem wuchs der Bestand und Zweigstellen eröffneten. Im Jahr 1901 enstand in Charlottenburg sogar die modernste Bücher- und Lesehalle jener Zeit. Durch den 2. Weltkrieg wurden einige Häuser schwer beschädigt und Bestände dezimiert, aber durch den großen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte die Infrastruktur bald wieder aufgebaut werden.

Damals wie heute kommt den Öffentlichen Bibliotheken eine große gesellschaftliche Bedeutung zu. Nur in der Bibliothek kann allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt freier Zugang zu Informationsgesellschaft gewährleistet werden.

Heute bietet die Heinrich-Schulz-Bibliothek mit Musikabteilung rund 93.000 Medien zur Ausleihe und Vor-Ort-Nutzung an. In Charlottenburg sind es insgesamt rund 151.000 Medien und mit dem 2001 durch die Bezirkszusammenlegung hinzugekommenen Bezirk Wilmersdorf und dessen Bibliotheken kann nun Zugang zu 262.314 Medien (Stand Dez. 2017) ermöglicht werden.
Zusätzlich gibt es die digitalen Angebote der Öffentlichen Bibliotheken Berlins, die die Auswahl noch einmal um etwa 103.000 Titel vergrößern.

Auf dem Facebook– und Twitter-Profil der Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf finden Sie heute den ersten unserer 35 Gründe die Stadtbibliothek (besser) kennenzulernen. Und jeden Tag kommt ein neuer dazu!

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