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40-jähriges Jubiläum in der Ingeborg-Bachmann-Bibliothek: Filmvorführung „Die Geträumten“

Am 15. April 2026 feiert die Ingeborg-Bachmann-Bibliothek ihr 40-jähriges Bestehen in der Nehringstraße 8-10.

Zu diesem besonderen Anlass lädt die Bibliothek um 19 Uhr zu einer Filmvorführung ein, die der Namensgeberin Ingeborg-Bachmann gewidmet ist:

Gezeigt wird „Die Geträumten“ von Ruth Beckermann. „Die Geträumten“ erzählt von einer Liebe, die an Geschichte, Sprache und Schuldgefühlen zu zerbrechen droht. Im Mittelpunkt stehen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, die sich im Nachkriegswien kennenlernen und über Jahrzehnte einen intensiven, oft schmerzhaften Briefwechsel führen. Ihre Briefe sind Textgrundlage des Films: eine Liebesgeschichte zwischen Rausch und Verzweiflung, Nähe und unüberbrückbarer Fremdheit, geprägt von Celans Erfahrung als jüdischer Überlebender und Bachmanns Bewusstsein der eigenen Unversehrtheit.

Gelesen werden diese Briefe von zwei jungen Schauspieler*innen, Anja Plaschg und Laurence Rupp, die sich in einem Tonstudio begegnen. Während sie sprechen, reagieren sie auf den Text: sie lachen, zweifeln, streiten, schweigen, kommen einander näher und entfernen sich wieder. So verschränken sich die Vergangenheit der Briefe und die Gegenwart der Lesenden, Dokumentarisches und Inszenierung. „Die Geträumten“ lädt dazu ein, der Sprache selbst zuzuhören – als Ort der Liebe, der Erinnerung und der Verletzung.

Wann: 15. April 2026, 19 Uhr

Wo: Ingeborg-Bachmann-Bibliothek
Nehringstraße 10, 14059 Berlin

Der Eintritt ist kostenlos und ohne Anmeldung!

Foto: © Ruth Beckermann – Filmproduktion