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Rezension zu “Nur drei Worte” von Becky Albertalli – Jugendroman

Bei der Vielzahl an Medien, die wir anbieten, ist in diesen Zeiten des kurzen Aufenthalts eine Entscheidungshilfe vorab genau das Richtige. Genau das wollen wir mit unseren Rezensionen liefern.
Diesmal geht es um den Jugend-Liebesroman “Nur drei Worte” von der amerikanischen Autorin Becky Albertalli, den sich die Tochter einer Mitarbeiterin vorgenommen hat:

„Nur drei Worte“ ist wundervoll zum Zwischendurchlesen und Mitfühlen. Das Thema ist eine Liebesgeschichte über zwei Jungen, die sich nie persönlich getroffen haben. Der Roman wurde 2015 unter dem Titel “Simon vs. the Homo Saphiens Agenda” veröffentlicht und später von Ingo Herzke ins Deutsche übersetzt. Er wurde mit dem William C. Morris Award und dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Es ist das Jahr 2014. Simon ist ein total durchschnittlicher Schüler an der Creekwood High. Als 16-jähriger, dunkelblonder Weißer mit Brille fällt er nicht sonderlich auf. Freunde, coole Familie, Hobbies? Alles vorhanden. Doch es gibt eine Besonderheit in seinem durchschnittlichen Image – er ist schwul. Dieses Geheimnis teilt er mit nur einer Person: Blue, den er auf der Tumblr-Seite seiner Schule kennengelernt hat. Simon kennt weder seine Identität noch sein Aussehen, sondern weiß nur, dass sie beide ungefähr gleich alt sind und auf dieselbe Schule gehen. Blue und “Jaques” (Simons Deckname) schreiben sich viel und verlieben sich über jede Mail ein bisschen mehr ineinander. Doch als Simon eines Tages vergisst, sich aus seinem Account am Schul-PC auszuloggen, findet Martin, der Klassenclown, alles über seine Email-Beziehung und seine Sexualität heraus. Er erpresst Simon, ihn mit Simons bester Freundin Abby zu verkuppeln. Als Martin trotz Simons widerwilliger Hilfe Abby nicht für sich gewinnen kann, enthüllt er Simons Geheimnis auf eine unpassende Weise im Internet. Die folgenden Handlungen beziehen sich auf die Reaktionen und die Probleme, die diese mit sich bringen und die finale Frage: Wer. Ist. Blue???

Die Autorin hat sich unglaublich gut in den Hauptcharakter hineinversetzt und man kann sich alles sehr gut – zum Teil durch die eingesetzte Ich-Perspektive – vorstellen. Es wird realitätsgetreu dargestellt, wie schwierig es manche wegen ihrer Sexualität haben. Trotzdem gibt es nicht zu viel Drama und Übertreibungen etc. wie bei vielen anderen Liebesgeschichten.
Weitere Pluspunkte sind die nie zu langatmigen Szenen und das erfolgreich eingefügte Zeitgefühl, welches einem ermöglicht, sich die Ereignisse umso besser vorzustellen.
Der Roman ist jedoch keine kurz und kalt erzählte Geschichte. Das, was Albertalli erschaffen hat, ist eine perfekte Balance zwischen Gefühlen, Action, Liebe und Witz, die einem ein flüssiges Lesen ermöglicht. Ja, man sieht da die Welt vielleicht etwas durch eine rosarote Brille und ja, die Geschichte ist berechenbar. Aber gerade dass es keine schwere Lektüre, sondern ein Liebesroman mit Comedy ist, verwandelt es in ein perfektes Taschenbuch für Zwischendurch!
Man fängt an und beendet es als wäre keine Minute vergangen – mit einem Dauergrinsen.

Shirin, 14 Jahre

Informationen zum Buch

Titel: Nur drei Worte
Autorin: Becky Albertalli
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-55609-7

Signatur Buch: 5.2 Albe
(Vorhanden in der Heinrich-Schulz-Bibliothek und Dietrich-Bonhoeffer-Bibliothek.)

Signatur Verfilmung: Spielfilm Love 
(Vorhanden in der Adolf-Reichwein-Bibliothek und Johanna-Moosdorf-Bibliothek.)