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Lesefutter zum Frauentag

8. März: Internationaler Frauentag. Und das seit über 100 Jahren.

Der LESEESEL macht eine tiefe Verbeugung vor allen unbekannten und bekannten Frauen und Mädchen, die mit viel Mut und Ausdauer für die Rechte aller kämpfen, die so viel zum Guten verändern, den Alltag unter schwierigsten Bedingungen meistern und nebenbei auch noch große Künstlerinnen, Erfinderinnen, Forscherinnen und einfach Heldinnen sind, ohne es an die große Glocke zu hängen.

Es gibt viele Bücher über tolle Frauen! Heute möchte ich euch ein paar vorstellen, die ein großes Eselsohr bekommen:

Das erste MädDjiyin - ein Indianermädchenchen, das mich vor langer Zeit faszinierte war Djiyin – ein Indianermädchen von Edith Klatt. Ein Mädchen, das sich als Waise nicht weiter so schlecht von den anderen Frauen ihres Stammes behandeln lassen möchte. Nach einer Bootsfahrt auf eine Insel, um Wintervorräte zu sammeln, beschließt Djiyin, allein auf der menschenleeren Insel zu bleiben und nicht mit den anderen Frauen wieder nach Hause zu fahren. Es wird eine schwere Zeit. Aber sie lernt viel über das Leben und Überleben und über sich selbst, ihre Kraft und ihre Fähigkeiten. Und als im kommenden Frühsommer die Stammesfrauen auf die Insel zur Beerenernte wiederkommen, da muss sie eine Entscheidung treffen, nur für sich. Und Djiyin fragt sich erstmals „Was will ich selber?“. Eine so wichtige Frage und manchmal so schwer zu beantworten.

„Djiyin – ein Indianermädchen“ (1967) gibt bestellbar im VÖBB in der Originalauflage.

Wie Spucke im Sand von Klaus Kordon. Ein Buch über Mädchen und Frauen in Indien, ein authentischer und spannender Abenteuerroman über das Schicksal von Munli. Von ihrer Flucht zu den Rebellen in den Bergen, die von einer Frau geführt werden. Von ihrem Weg an der Seite von Frauen und Mädchen, die ihr wieder Mut und ihrem Leben wieder einen Sinn geben.

„Wie Spucke im Sand“ (1989) gibt in der Heinrich-Schulz-, in der Dietrich-Bonhoeffer-, der Ingeborg-Bachmann- und der Johanna-Moosdorf-Bibliothek.

Viel viel später erschienen die Bücher über Calpurnia geschrieben von Jacqueline Kelly. Und wieder war es die Geschichte über ein Mädchen, das sich ihren Weg in eine selbstbestimmte Zukunft erobert. Denn das Leben, das sie nach den Vorstellungen der anderen führen soll, gefällt ihr ganz und gar nicht. Das war zu Anfang des 20. Jahrhunderts Kochen, Stricken und Klavierspielen. Calpurnia erkundet lieber die Natur, beobachtet Pflanzen und Tiere und macht sogar Notizen über ihre Entdeckungen. Nur der Opa, selbst ein Forscher und Tüftler, versteht und unterstützt sie dabei. Und gemeinsam gelingen ihnen tolle Sachen. Bücher über ein wissenshungriges Mädchen mit viel Freude, Spannung und Humor geschrieben.

„Calpurnia“ (Reihe ab 2013) gibt es in der Onleihe und im VÖBB.

Mein kleines dummes Herz von Xavier-Laurent Petit ist ein Buch über Sisandra mit ihrem schwachen Körper und ihrem starken Willen. Über ihre tolle Oma und ihre tolle Mama und über die Klugheit der drei. Die alle zusammen halten und um ihr Leben kämpfen. Über Frauen in einem Teil in Afrika, in dem das Überleben täglich Willenskraft und Stärke fordert. Eine Geschichte, die uns ermutigt, unserer eigenen Kraft zu vertrauen.

„Mein kleines dummes Herz“ (2014) gibt es im VÖBB.

Ich kam mit dem Wüstenwind ist die Autobiographie und wahre Geschichte von Michaela De Prince. Von ihrem Weg, beginnend im Waisenhaus in Sierra Leone bis zur berühmten Tänzerin.

„Ich kam mit dem Wüstenwind“ (2014) gibt es im VÖBB.

Echo Mountain von Lauren Wolk. Gibt’s leider noch nicht, das Buch erscheint erst am 15. März. Es geht um Ellie, ein Mädchen, das in der wilden Schönheit der Natur aufwächst und lernt, gegen alle Widerstände auf sich selbst und auf die Natur zu vertrauen. Wieder so ein mutiges Mädchen.

„Echo Mountain“ (2020) gibt es jetzt schon in der englischsprachigen Originalausgabe im VÖBB.

Auch mit viel Spannung zu lesen sind Sachbücher über Frauen und Goodnight Stories for Rebel GirlsMädchen und ihre wahren Geschichten. Alles Bücher über Frauen und Mädchen, so unglaublich starke, die uns das Gefühl geben, dass mensch alles schaffen kann, solange mensch dran glaubt:

„Good Night Stories for Rebel Girls“ (2019) gibt es in der Onleihe in der Heinrich-Schulz-, in der Dietrich-Bonhoeffer-, der Ingeborg-Bachmann-Bibliothek.

„Kick-Ass Women“(2019) gibt es im VÖBB.

„Rebel Minds“ (2020) gibt es in der Onleihe in der Johanna-Moosdorf-Bibliothek.

Bis bald!

Eure LESEESELIN

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